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Erfahrungsberichte

Von Thessaloniki in die Schweiz: Mein Weg zwischen zwei Welten

Ein persönlicher Erfahrungsbericht über den Weg von Thessaloniki in die Schweiz, über Sprache, Integration, berufliche Perspektiven und das Gefühl, in zwei Welten zu Hause zu sein.

Von Thessaloniki in die Schweiz: Mein Weg zwischen zwei Welten

Es gibt Städte, die man verlässt, die einen selbst aber niemals verlassen. Für mich ist Thessaloniki eine solche Stadt.

Mein Name ist Leonidas, ich komme aus Griechenland und meine Geschichte beginnt am Mittelmeer. Heute lebe und arbeite ich in der Schweiz. Dazwischen liegt eine Entscheidung, die mein Leben verändert hat. Es ist die Geschichte eines Aufbruchs, einer neuen beruflichen Perspektive und der Herausforderung, sich in einem neuen Land nicht nur zurechtzufinden, sondern wirklich anzukommen.

Ich bin am Meer aufgewachsen, mit Sonne, langen Gesprächen, die sich spontan in ein gemeinsames Abendessen verwandeln, und diesem typisch griechischen Lebensgefühl, bei dem am Tisch immer noch ein Platz für einen Freund frei ist. Thessaloniki ist für mich nicht einfach nur die Stadt, in der ich gelebt habe. Es ist mein Lebensgefühl, meine Familie, meine Freunde und ein großer Teil dessen, was mich ausmacht.

Doch irgendwann stand ich vor einer Entscheidung, die viele Menschen kennen, die über einen Neuanfang im Ausland nachdenken. Bleibe ich dort, wo mein Herz zu Hause ist, oder gehe ich dorthin, wo ich bessere Perspektiven für meine Zukunft sehe?

Für mich waren letztlich die wirtschaftliche Stabilität, die beruflichen Möglichkeiten und ein guter Arbeitsplatz ausschlaggebend. Die Entscheidung, in die Schweiz zu ziehen, war rational. Der Abschied selbst war jedoch alles andere als das.

Familie, Freunde, vertraute Straßen und das Meer zurückzulassen, um in eine völlig neue Welt aufzubrechen, ist nicht einfach. Erst nach einem Umzug ins Ausland versteht man, dass man weit mehr mitnimmt als nur ein paar Koffer. Man bringt seine Gewohnheiten mit, seine Art zu kommunizieren, seine Erwartungen und seine Vorstellung davon, wie das tägliche Leben funktioniert.

Sprache ist weit mehr als nur Sprache

Die Schweiz ist ein wunderschönes Land. Sie ist gut organisiert, stabil, sicher und bietet viele Möglichkeiten für Menschen, die arbeiten, sich entwickeln und beruflich vorankommen möchten. Doch die hohe Lebensqualität bedeutet nicht, dass Integration automatisch geschieht.

Für mich war der erste und wichtigste Schritt die Sprache.

Man kann mit einer guten Ausbildung, Berufserfahrung und großen Ambitionen in ein neues Land kommen. Wer jedoch wirklich Teil der Gesellschaft werden möchte, muss auch in der Lage sein, mit den Menschen vor Ort zu kommunizieren.

In der Deutschschweiz kommt eine weitere Besonderheit hinzu. Hochdeutsch und Schweizerdeutsch sind nicht dasselbe. Hochdeutsch öffnet viele Türen, insbesondere im formellen und beruflichen Umfeld. Im Alltag merkt man jedoch sehr schnell, welche Bedeutung Schweizerdeutsch für die lokale Bevölkerung hat.

Man hört es unter Kollegen, beim Einkaufen, im Restaurant, im öffentlichen Verkehr und natürlich in Gesprächen unter Freunden. Sobald man beginnt, Schweizerdeutsch zu verstehen, verändert sich auch die eigene Beziehung zur neuen Umgebung. Man ist nicht mehr nur jemand, der in der Schweiz wohnt. Man beginnt, den Rhythmus des täglichen Lebens wirklich zu verstehen.

Deshalb rate ich jedem, der einen Umzug in die Schweiz plant, Sprache nicht als Formalität oder Pflichtprogramm zu betrachten. Sie ist ein wesentlicher Teil der Integration und zugleich ein Zeichen des Respekts gegenüber den Menschen und dem Land, in dem man ein neues Kapitel seines Lebens beginnt.

Integration beginnt mit Offenheit

Mit der Zeit habe ich verstanden, dass erfolgreiche Integration nicht allein davon abhängt, wie gut man eine Sprache spricht.

Man kann jede grammatikalische Regel beherrschen und sich trotzdem fremd fühlen, wenn man nicht bereit ist, Menschen kennenzulernen und zu akzeptieren, dass manche Dinge in der neuen Heimat einfach anders funktionieren.

Ein Umzug in ein anderes Land verlangt auch eine gewisse Bescheidenheit. Man kommt in eine Gesellschaft mit eigenen Regeln, Gewohnheiten, Traditionen und Kommunikationsformen. Diese zu respektieren bedeutet jedoch nicht, die eigene Identität aufzugeben.

Ganz im Gegenteil.

Für mich beginnt echte Integration in dem Moment, in dem man aufhört, zwischen seiner alten und seiner neuen Identität wählen zu wollen.

Ich bin Grieche und lebe und arbeite in der Schweiz. Ich schätze die Ordnung, die Stabilität und die beruflichen Möglichkeiten, die ich hier gefunden habe. Gleichzeitig liebe ich weiterhin die Spontaneität Thessalonikis, das Meer, lebhafte Gespräche am Tisch und die Tatsache, dass aus einem kurzen Kaffee in Griechenland ganz selbstverständlich mehrere Stunden mit Freunden werden können.

Das eine muss das andere nicht ersetzen.

Ähnlich ist es im Berufsleben. Fachwissen und Erfahrung sind wichtig. Doch die Art, wie man kommuniziert, Vertrauen aufbaut und die lokale Geschäftskultur versteht, entscheidet häufig darüber, wie erfolgreich man sich langfristig entwickeln kann.

Deshalb würde ich jedem, der in ein neues Land zieht, vor allem eines empfehlen: Bleibt neugierig. Fragt nach. Hört zu. Beobachtet. Akzeptiert, dass ihr Fehler machen werdet. Und vergleicht nicht jede Besonderheit sofort damit, wie man dieselbe Sache zu Hause machen würde.

Erst dann hört das neue Land langsam auf, nur der Ort zu sein, an dem man arbeitet. Es wird zu dem Ort, an dem man lebt.

Leonidas in der Schweiz während seines neuen Lebens zwischen Schweizer Alltag und griechischen Wurzeln

Zwischen Schweizer Bergen und dem Meer von Thessaloniki

Eine Sache habe ich allerdings nie versucht zu verändern.

Griechenland ist und bleibt meine Heimat.

Ich nutze jede Gelegenheit, um zurückzukehren. Manchmal reichen bereits ein paar Tage in Thessaloniki, um jenen Teil von mir wiederzufinden, der im Alltag des Lebens im Ausland gelegentlich in den Hintergrund rückt.

Sonne, Meer, Familie, Freunde, Sirtaki und ein Glas Ouzo.

In solchen Momenten wird mir bewusst, dass ein Umzug ins Ausland keinen Bruch mit dem bisherigen Leben bedeuten muss. Man kann seine Zukunft in einem Land aufbauen und gleichzeitig tief mit einem anderen verbunden bleiben.

Wenn ich heute mit Menschen spreche, die darüber nachdenken, ins Ausland zu gehen, sage ich ihnen immer, dass ein Umzug nicht erst mit dem Flugticket beginnt. Er beginnt viel früher.

Man muss den Arbeitsmarkt verstehen, einen passenden Job finden, Dokumente vorbereiten, sich mit administrativen Abläufen auseinandersetzen, eine Wohnung suchen, die eigenen Finanzen organisieren, die Sprache lernen und die Gesellschaft verstehen, in der man künftig leben möchte. Wer all diese Informationen einzeln zusammensuchen muss, merkt schnell, wie komplex ein solcher Schritt werden kann.

Deshalb empfehle ich Menschen, die sich auf ein neues Leben und eine neue berufliche Zukunft im Ausland vorbereiten, die Plattform GlobalTalent24. Sie bündelt an einem Ort vieles von dem, was Menschen benötigen, wenn sie den Schritt in ein neues Land und damit in ein neues Morgen wagen.

Gerade bei einer so großen Lebensentscheidung ist es wertvoll, Orientierung zu haben und wichtige Informationen rund um Arbeit, Integration und das Leben in einem neuen Land gebündelt finden zu können. Denn je besser man vorbereitet ist, desto mehr Energie bleibt für das, worauf es am Ende wirklich ankommt: im neuen Umfeld anzukommen und sich eine Zukunft aufzubauen.

Denn ein Umzug ist weit mehr als eine neue Adresse.

Es ist die Entscheidung, das Vertraute hinter sich zu lassen und einen Schritt ins Unbekannte zu wagen, in der Hoffnung, dort etwas Besseres aufzubauen.

Ich habe mein neues Morgen in der Schweiz gefunden. Und so sehr ich das Leben schätze, das ich mir hier aufgebaut habe, wird ein Teil von mir immer dort bleiben, wo an warmen Abenden in Thessaloniki das Meer beinahe unmerklich mit den Lichtern der Stadt verschmilzt.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Lektion, die ich durch mein Leben im Ausland gelernt habe.

Man muss sich nicht entscheiden, zu welcher Welt man gehört.

Manchmal lernt man einfach, in beiden zu Hause zu sein.

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